Unsere Forscherin Irene Valori hat an unserem Austauschprogramm "ReachOut" teilgenommen.

Ziel dieses Programms ist es, CeTI-Mitarbeitende mit anderen Forschungsinstituten, Universitäten und Unternehmen bekannt zu machen, die in für CeTI relevanten Bereichen arbeiten.

Liebe Irene, können Sie uns von Ihren Erfahrungen berichten?

Meine Forschung am CeTI konzentriert sich auf die Rolle der affektiven Berührung als Mittel der sozialen Verbindung in der Telekommunikation und der Mensch-Computer-Interaktion. Ein Hauptinteresse für mein Projekt ist die Untersuchung von altersbedingten und kulturellen Unterschieden in der Wahrnehmung und Nutzung von affektiver Berührung. Um dieses Projekt zu verfolgen, ist die Zusammenarbeit mit internationalen Forschungszentren unerlässlich, um eine multikulturelle Diskussion aufzubauen und Teilnehmer mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund und aus verschiedenen Altersgruppen zu rekrutieren. Zu diesem Zweck verbrachte ich einen Gastaufenthalt an der Universität von Padua in Italien, um ein Kooperationsnetzwerk mit verschiedenen Forschungsgruppen, Schulen und klinischen Zentren aufzubauen, die daran interessiert sind, das Potenzial von Technologien wie immersiver virtueller Realität zur Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit typischen und atypischen Verläufen zu untersuchen.

Während eines zweiwöchigen Aufenthalts in Padua habe ich an der Entwicklung und dem Pilotversuch eines Experiments mitgewirkt, das die regulierende Wirkung affektiver Berührungen auf Kinder in erregenden VR-Szenarien untersuchen sollte. Wir haben VR-Szenarien implementiert, in denen Menschen soziale Eingliederung oder Ausgrenzung erleben. Wir werden physiologische Parameter wie Herzfrequenz und -variabilität messen, um den Grad der Erregung zu ermitteln, den Teilnehmer unterschiedlichen Alters als Reaktion auf diese Erfahrung zeigen. Wir werden affektive taktile Stimulationen einsetzen, um diese Aktivierungen zu modulieren, mit der Hypothese, dass sie die emotionale Regulierung erleichtern und den durch soziale Ausgrenzung verursachten Stress kompensieren können. Wir sind besonders daran interessiert, wie affektive Berührungen die emotionale Regulierung von Kindern mit sozio-affektiven Schwierigkeiten fördern können.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mit Prof. Teresa Farroni, einer Entwicklungsneurowissenschaftlerin von der Abteilung für Entwicklungspsychologie und Sozialisation der Universität Padua, und Prof. Gustavo Marfia von der Abteilung für Kunst der Universität Bologna, einem Experten für VR in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Warum würden Sie dieses Austauschprogramm empfehlen?

Ich empfehle allen jungen Forschern, andere Labors zu besuchen, mit verschiedenen Forschungsgruppen zusammenzuarbeiten und an internationalen Veranstaltungen teilzunehmen, denn Forschung ist eine gemeinschaftliche und internationale Tätigkeit, die auf dem Austausch unterschiedlicher Perspektiven, Ideen und Erfahrungen beruht. Das ReachOut-Programm von CeTI ist flexibel in Bezug auf Zielort, Dauer und Zweck des Besuchs und bietet eine einzigartige Gelegenheit, im Ausland zu forschen.

Teilen Sie diese Geschichte, wählen Sie Ihre Plattform!

Das könnte Sie auch interessieren...

  • März 26, 2026

    conference + RIG + robotics

    German Robotics Conference 2026 in Cologne

    From Labs to National Strategy: CeTI’s Impact at the German Robotics Conference ...

  • März 17, 2026

    Interview + Recherche

    Datenbasierte Exzellenz am CeTI: Ein Interview mit Lize van der Linden

    At CeTI, interdisciplinarity is not just some priority — it's a core part of ou ...

  • Februar 27, 2026

    highlight

    New Definitive Work on the Tactile Internet: CeTI Launches Comprehensive Volume with Elsevier

    How will we interact with robots in the future? How does the Tactile Internet r ...

  • Februar 3, 2026

    collaboration + visit

    Forschungseinblicke: CeTI-Doktorand als Gaststudent an der Northeastern University

    Von Oktober bis Dezember letzten Jahres hatte Mingyu Ma, PhD am CeTI, ...