Seit Juni 2020 ist Dr. Jakub Limanowski als Junior Research Teil des CeTI Teams und forscht an neurokognitiver Körperrepräsentation während der Übernahme virtueller oder robotischer Körper. Nun hat er eine Professur an der Universität Greifswald angenommen, die im Oktober 2022 starten soll. Wir haben daher die Gelegenheit genutzt, kurz mit ihm zu sprechen.

Wo zieht es Sie nach Ihrer Zeit am CeTI hin und woran werden Sie dort forschen?

I will take up the professorship for biological psychology in Greifswald on the Baltic Sea coast. Biological psychology is a research approach that investigates the biological basis of psychological phenomena, such as human cognition including thinking, perceiving, feeling, and body representation. The focus is often on brain processes, dynamics, and mechanisms; which explain, for example, how people (or ultimately their brains) flexibly represent their bodies for action control in different contexts.

Wie unterscheidet sich das zu Ihren bisherigen Tätigkeiten?

Prinzipiell ist der biopsychologische Forschungsansatz sehr schön mit meiner bisherigen Forschung am CeTI im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion vereinbar. Allerdings wird der Fokus meiner Arbeitsgruppe in Greifswald natürlich ganz klar auf der Schnittstelle von Psychologie und Verhaltensneurowissenschaft liegen. Im Prinzip bedeutet das die Erforschung alles Körperlichen, das psychischen Funktionen zugrundeliegt – für mich also gewisserweise ein „back to the roots“ zu traditionell psychologischen Fragestellungen. Das bedeutet eben auch, dass ich – vorerst zumindest – nicht mehr direkt neben Ingenieur:innen und Robotiker:innen sitzen und mit ihnen regelmäßige Meetings abhalten werde. Als Inhaber einer Professur werde ich natürlich auch stärker in der Lehre involviert sein, unter anderem am Aufbau eines neuen forschungsorientierten Masterstudiengangs.

Was war Ihr Highlight am CeTI?

Einerseits die Verschiedenheit und Vielfalt der Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte – und die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Perspektiven auf Wissenschaft und die Welt an sich. Mein zweites Highlight waren die Demonstratoren am CeTI. Alles Robotische – vom Roboterhund über die verschiedenen hauseigenen Force Feedback Gloves und Exoskelette –finde ich klasse. Ebenfalls beeindruckt hat mich das DaVinci OP-Robotersystem und die darum aufgebaute Versuchsumgebung von Prof. Dr. Stefanie Speidel. Solche neuen und innovativen Gadgets bekommt man sonst nicht so leicht zu sehen!

Was werden Sie am meisten an Dresden und der Umgebung vermissen?

Clearly the mountains (e.g. the Elbe Sandstone Mountains), because they don’t exist on the Baltic Sea coast now – or the Elbe Cycle Path. Also the golden old town and generally the pulsating city itself. I am very much looking forward to working and living in Greifswald with its Hanseatic flair and proximity to the sea; and I am beyond excited to collaborate with my new colleagues. Nevertheless, I will certainly miss CeTI, its staff, its gadgets and demos, and its diverse thought processes – I very much hope that we will continue to work together.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CeTI wünschen Dr. Limanowski alles Gute und einen erfolgreichen Start an der Uni Greifswald. Er wird zukünftig als Gastwissenschaftler am CeTI angegliedert bleiben.